Erbrecht ABC

Anwachsung

Anwachsung ist im deutschen Erbrecht die Erhöhung eines feststehenden Erbteils bei Wegfall eines Miterben (z. B. durch Tod, Ausschlagung, Erbverzicht). Der Anteil der verbleibenden Erben erhöht sich nach dem Verhältnis ihrer Erbteile an (§ 2094 BGB). Beschwerungen bleiben bestehen.

Beispiel: Erblasser E hat drei Kinder: K 1, K 2 und K 3. C hat keine Kinder. E verstirbt: Nach seinem Testament soll jedes Kind des gleichen Anteil erhalten. K 1 wird aber damit beschwert, sich das Grab zu pflegen. Darauf schlägt (der kinderlose) K 1 die Erbschaft aus (und macht den Pflichtteil geltend). Sein Erbteil wächst den verbleibenden Erben, also K 2 und K 3 an, welche zu je 1/2 erben. Gemeinsam sind sie zur Pflege des Grabes verpflichtet.




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