Erbrecht ABC

Auslegung

Kann aus dem Testament kein sicherer Schluss auf den Willen des Erblassers gezogen werden , ist der subjektive Wille des Erblassers zu ermitteln, §§ 133, 2084 BGB. Der Wortsinn der vom Erblasser benutzten Ausdrücke ist zu hinterfragen, um festzustellen, was er mit seinen Worten sagen wollte und ob er mit ihnen genau das unmissverständlich wiedergab, was er zum Ausdruck bringen wollte (BGH 86, 45; NJW 93, 256). Allein sein subjektives Verständnis hinsichtlich des von ihm verwendeten Begriffs ist maßgeblich (BGH FamRZ 87, 475). Führt die Auslegung nicht zu einem Ergebnis, ist zu prüfen, ob die Frage durch gesetzliche Auslegungsregeln geregelt wird. Solche finden sich z.B. in § 2066 BGB (Gesetzliche Erben des Erblassers), § 2067 BGB (Verwandte des Erblassers), oder § 2068 BGB (Kinder des Erblassers).

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