Erbrecht ABC

Eigenhändiges Testament

In Deutschland ist die üblichste Form des Testaments das eigenhändige Testament. Bei einem eigenhändigen Testament schreibt der Erblasser das Testament mit der eigenen Hand (eigenhändig) und unterschriebt es am Ende, § 2247 (1) BGB. Der Erblasser soll in der Erklärung angeben, zu welcher Zeit (Tag, Monat und Jahr) und an welchem Ort er sie niedergeschrieben hat, § 2247 (2) BGB. Fehlt die Angabe der Zeit und des Ortes ist das Testament aber nicht unbedingt unwirksam.
Die Unterschrift soll den Vornamen und den Familiennamen des Erblassers enthalten. Unterschreibt der Erblasser in anderer Weise und reicht diese Unterzeichnung zur Feststellung der Urheberschaft des Erblassers und der Ernstlichkeit seiner Erklärung aus, so steht eine solche Unterzeichnung der Gültigkeit des Testaments nicht entgegen, § 2247 (3) BGB. 
Minderjährige oder Personen, die nicht die Fähigkeit haben zu lesen, können kein eigenhändiges Testament errichten, § 2247 (4) BGB. 

Erbrecht ABC

Bitte wählen Sie einen Anfangsbuchstaben in der Buchstabenliste und anschließend den gewünschten Begriff aus.